DirectEdit: visuelle Qualitätskontrolle und Sendevorbereitung

DirectEdit: visuelle Qualitätskontrolle und Sendevorbereitung im Fernseh-Sendezentrum

Bei der Vielzahl der Formate angelieferter Videodateien ist schon die generelle Abspielbarkeit von Interesse, aber auch bei den Eigenaufzeichnungen müssen mindestens die In- und Out- Marken für die Ausspielung noch geprüft werden. Der Timecode könnte “verrutscht“ sein oder fehlen, wichtig für die Untertitel.  Im Prinzip müssen reale Aufzeichnungen auf ganzer Länge kontrolliert werden, mindestens aber mit Stichproben an mehreren Stellen. Falsche Einstellungen sollten gleich korrigiert werden. 

Die Qualitätskontrolle umfasst folgende Kriterien:

•    Bild und Ton Störungen
•    Bildformat (AFD)
•    Audiospuren Zuordnung (Sprache)
•    In- und Out- Marken
•    Untertitel Synchronität, Lage und Name der STL Datei
•    Verfügbarkeit des Materials auf Backup- Sendeserver und Proxy
•    Workflow Attribute (technisch/redaktionell)
•    Bereitstellung für nachgeordnete Exporte 

Diese Prüfungen sind zuverlässig nur am realen Server Playout möglich.

 Q.C. von HiRes Material direkt vom GrassValley Summit oder Harmonic Omneon Server, mit Anbindung an die Sendeautomation.
-extended Preview-

•    SOM und EOM Marken prüfen und setzen, Sende-Segmente bilden und neu zusammensetzen
•    Real time Preview. Eingebettetes Realbild von SDI Eingang HD oder SD zur Beurteilung von Störungen
•    Laden von Material aus ID Liste der Automation oder bei QuickEdit aus Verzeichnis
•    Timeline zur Orientierung im Material, joggen mit Mouse Rad
•    Sichtung während der Aufzeichnung, wachsende Timeline
•    Preview vor der Speicherung auch einzelbildweise - single step
•    Bild:  Erkennen und Setzen der AFD Bildformat-Einstellungen
•    Ton: Abhören der einzelnen AES/EBU Paare, Kontrolle der Zuordnung Sprache, DOLBY, VT
•    Untertitel: Laden, Speichern, Ansicht und Nachziehen der Synchronisation
•    Arbeitsablauf Workflow Daten  „Technisch abgenommen“ , „Redaktionell abgenommen“  „noch zu bearbeiten“ direkt im MXF Container gespeichert
•    Kontrolle der Verfügbarkeit auf Backup und Sendeserver
•    Kopieren zwischen Backup und Sendeserver
•    Steuerung der Weiterverarbeitung für IP-Media, Versenden von Auftragsdateien

Eigenschaften

•    Integration mit Harris ADC oder Aveco Sendeautomation, andere nach Bedarf
•    IP gesteuerte Player Verbindung zu Harmonic Omneon und Grass Valley Summit Videoservern 
•    Standard Windows Workstation mit SDI Input Steckkarte für SDI Videosignal mit embedded Audio
•    Bild und Ton Input HD oder SD real über SDI
•    Peakmeter für 16 Audiokanäle, paarweises Abhören über PC Lautsprecher

Sendevorbereitung mit DirectEdit: Sendesegmente editieren

Die Sendungsanlieferung ist in manchen Fällen noch nicht fertig. Längen werden angepasst und andere Beiträge ein- oder angefügt, z.B. ein anderer Abspann oder Effekte. Manchmal müssen auch Szenen oder Einzelbilder herausgeschnitten werden (Censoring). Eine Verbindung von DirectEdit zu der Automations-Datenbank ermöglicht eine zuverlässige Eintragung von SOM und EOM in die Segmente der Ausspielung. Das Material  bleibt von den Änderungen unberührt, die ID bleibt gleich, es wird nur die Abspielung der Playout-Segmente in der Automation verändert, auch bei Multisegment Sendungen. Für Material, das noch aufgezeichnet wird und schon auf Sendung ist (Rebroadcasting), kann das Ende noch exakt gesetzt werden.

Direkte Erstellung von Sendedateien mit Server API

  • Bereitstellung für nachgeordnete Exporte
  • Audiospuren Zuordnung ändern

Die Fähigkeit der Server, neue zusammengesetzte Mediendateien zu erzeugen, wird für den Export zu Transcodierungs Stationen genutzt. Dabei kann die Namensvergabe nach Kundenwünschen angepasst werden, z.B. aus externen Quellen gelesen werden. Audiospuren als AES/EBU Paare können neu angeordnet werden. Die Originaldateien bleiben unverändert. Verwendung beim Export für Archiv- und Webdienste.

Zweistreifige Untertitel

Untertitel Dateien müssen in den Sendeablauf eingebunden werden. Mit DirectEdit ist diese Aufgabe einfach und sicher zu erledigen. Beim gesichteten Material wird die UT Datei dazu geladen. Der Text mit den dazugehörigen Timecode Werten wird  angezeigt und mit dem TC des Materials synchronisiert.  Bei  Fehlern können die Untertitel neu ausgerichtet werden.  Die Speicherung und Benennung erfolgt nach voreingestellten Verfahren.

QuickEdit QT benötigt keine Serveranbindung und keinen Server Player. Es arbeitet direkt mit den niedrig aufgelösten Proxy Dateien vom Omneon Server. Diese haben denselben Timecode wie das HiRes Material und können ebenso gut als Basis für die Untertitel Bearbeitung dienen.

Verfügbarkeit Backup- Sendeserver und Proxymaterial

DirectEdit ist für ein schnelles Umschalten zwischen Main und Backup Server eingerichtet. Die notwendigen Zugriffspfade sind eingetragen und werden zur Prüfung der Existenz von Material verwendet. So wird z.B. das AFD Setting parallel in allen verfügbaren Instanzen gesetzt.

Workflow Attribute

Es ist wichtig zu sehen, ob der Beitrag schon kontrolliert und bearbeitet wurde. Daher gibt es 3 Metadaten Attribute, die sofort nach dem Laden den Status anzeigen.
•    Technisch geprüft
•    Senderedaktionell abgenommen
•    Nachbearbeitung notwendig

Diese Flags sind Bestandteil der Userdaten in der Mediendatei. Sie werden manuell nach Bedarf vom Redakteur gesetzt.

 

Einfache Konfiguration

ServerSetup
Server Setup Menü, kann User-abhängig eingeschränkt werden.